Auf einer VGP zieht ein Richter die Kaninchenschleppe im Wald. Der Hundeführer setzt seinen Hund an und schickt ihn zum Verlorenbringen. Nach geraumer Zeit kommt der Rüde mit dem Kaninchen im Fang zurück, setzt sich vor dem Hundeführer und gibt korrekt aus. Kurze Zeit später kommt der Richter zurück und teilt den beiden erstaunten Mitrichtern mit, dass der Hund durchgefallen sei, da er nur durch sein engagiertes Eingreifen vom Vergraben des Kaninchens abgehalten werden konnte. Der Hund hätte nach seiner Einwirkung das Kanin ergriffen und sei in Richtung Führer gelaufen. Der Richterobmann teilt darauf dem Hundeführer mit, dass der Hund die Prüfung nicht bestanden habe.

Frage:
Ist die Handlungsweise der Richter korrekt?

Auf einer VGP stöbert ein Hund äußerst passioniert, drangvoll und weiträumig im dichten Schilf. Nach knapp 1 0 Minuten weist der Richterobmann den Hundeführer an, seinen Hund heran zu rufen und anzuleinen. Als nächstes Fach soll die Schussfestigkeit geprüft werden. Trotz mehrerer Kommandos und Pfiffe ist der Rüde über einen längeren Zeitraum nicht zu bewegen das Wasser zu verlassen. Die Richtergruppe entschließt sich daher dem Hund die Ente sichtig zu werfen und bei dieser Gelegenheit gleich die Schussfestigkeit zu überprüfen.

Frage:
Ist die Vorgehensweise der Richter korrekt?

Auf einer VGP findet ein Hund während der Suche einen sich drückenden Fasan und steht ihn ausdrucksvoll vor. Als der Führer auf Höhe des vorstehenden Hundes angekommen ist, springt der Rüde ein und setzt trotz energischem Kommando dem abstreichenden Hahn nach. Der auf Höhe des Hundeführers stehende Richterobmann ruft in diesem Moment dem Hundeführer zu: „Schießen!", worauf dieser die Flinte anschlägt und einen Schuss in die Luft abgibt. Nach einer Weile kommt der Rüde zurück und lässt sich anleinen.

Frage:
Ist die Vorgehensweise des Richters zur Feststellung der Schussruhe korrekt?

Eine Hundeführerin hat ihren Hund zur VPS mit Fuchsschleppe gemeldet, trotz dreimaligem Ansetzen auf der Schleppspur bringt der Rüde den gefundenen Fuchs nicht. Da die Fuchsschleppe auf der VPS ein Wahlfach ist, entscheidet die Richtergruppe den Hund weiter zu prüfen und die Prüfung als VPS ohne Fuchs (VPS o. Fuchs) laufen zu lassen. Schließlich, so der Richterobmann, seien Verbellen und Verweisen auf der VPS auch Wahlfächer und ein Ungenügend bei einem Wahlfach sei schließlich kein Grund für ein Nichtbestehen der Prüfung.

Frage:
Ist die Auffassung der Richtergruppe korrekt?

Auf dem Rückweg der Federwildschleppe geht vor dem arbeitenden Hund ein Hase hoch, den der Hund hetzen will. Der Führer trillert sofort, worauf der Hund sich hinlegt und die Ente im Fang behält. Als der Hase außer Sicht ist, gibt der Führer einen Doppelpfiff und der Hund kommt zügig zum Führer, setzt sich korrekt und gibt auf Kommando aus. Bei allen bislang geprüften Arbeiten war zu erkennen, dass der Hund sehr hoch im Gehorsam steht.

Frage:

Kann der Hund auf Grund dieses Vorfalles die VGP bestehen?

Bei einer VGP sind 8 Hunde in 2 Gruppen aufgeteilt. Als erstes soll das Fach „Verhalten auf dem Stand" geprüft werden. Hierzu beschließen die beiden Obleute, dass sie dieses Fach gemeinschaftlich an einem Waldstück durchführen wollen. Alle 8 Führer nehmen mit ihren Hunden in Abständen von rund 30m ihre Stände ein und lassen ihre Hunde neben sich den zugewiesenen Platz einnehmen. Das Treiben wird angeblasen und danach mit dem üblichen Treiberlärm und der nach PO geforderten Schußabgabe durchgeführt.

Frage:

Ist das Zusammenlegen zweier Gruppen für dieses Prüfungsfach zulässig?

Auf einer VGP hat ein Hund bei der Suche in einem Rübenacker und entlang schilfbewachsener Grabenränder die geforderten Fächer der Feldarbeit, einschließlich des Gehorsams an Haar- und Federwild und der Schußruhe absolviert. Er hat mehrfach Wild gefunden und ausdrucksvoll vorgestanden und nachgezogen. Da die Suche etwas kurz und phasenweise unplanmäßig war, weist die Richtergruppe den Hundeführer an, den Hund noch einmal auf einem frisch abgeernteten Acker mit sehr spärlichem Bewuchs suchen zu lassen. Dort soll der Hund eine weite, planmäßige und flotte Quersuche zeigen

Frage:

Ist diese Vorgehensweise zur abschließenden Beurteilung der Suche richtig?

Bei der Prüfung des Verhaltens auf dem Stand winselt ein Hund fortwährend und gibt immer wieder Laut. Die Richter vergeben wegen dieses Verhaltens die Note „genügend", weil dadurch die Sicherheit des Führers und anderer Prüfungsteilnehmer nicht gefährdet ist.

Frage:

Ist diese Entscheidung richtig?

Auf einer VGP stellt die Richtergruppe eine Dickung mit den Hundeführern an einer Forststraße ab, um das Verhalten auf dem Stand zu prüfen. Ein Hundeführer dreht einen Erdanker in das Wegebankett und befestigt seinen Hund mit einer l
Frage:
Ist die Vorgehensweise der Richtergruppe richtig?

Bei einer VGP geht der Führer mit seinem Hund die von den Richtern vorgegebene Strecke frei bei Fuß. Der Hund geht dabei korrekt neben dem Führer. Wenn der Führer stehen bleibt, setzt sich der Hund ordentlich neben dem Führer hin. Beim ausgemachten Platz legt der Führer den Hund ab und pirscht in aller Ruhe zum wartenden Richter um dort die beiden Schrotschüsse abzugeben.
Der Hund bleibt ruhig liegen. Auf Anweisung des Richters geht der Hundeführer zu seinem Hund zurück. Der Führer leint ihn an und will zur Korona zurückgehen. Der Richter fordert ihn daraufhin auf, den Hund sofort wieder abzuleinen und frei bei Fuß zur Korona zurückzukehren.

Frage:
Ist die Anweisung des Richters korrekt?